Fe_aufmacher

Mit EA Originals hat ausgerechnet Electronic Arts erst kürzlich ein eigenes Label für Indie-Games gegründet. Und die Arbeiten tragen nun auch bereits erste Früchte – in Form des Titels Fe für die Xbox One. Wie sich der etwas andere Indie-Titel geschlagen hat, verraten wir euch in unserem Test.

Fabelwesen
In Fe schlüpft ihr in die Rolle eines Fabelwesens, das ein wenig an einen Fuchs erinnert. Und, wie sie sollte es anders sein, lebt ihr in einem Märchenwald. Eigentlich ist alles wunderbar, wären da nicht diese bösen Eindringlinge. Die haben sich nämlich zum Ziel gemacht, alle Einwohner des Waldes einzufangen und einzusperren. Und das gilt es natürlich zu verhindern.

Im Vergleich zu anderen Spielen bekommt ihr diese Story aber nicht auf dem Silbertablett in Form von Zwischensequenzen oder Ähnlichem serviert, sondern müsst euch diese weitestgehend alleine zusammenreimen. Denn eine Sprachausgabe oder geschriebene Worte gibt es nicht, vielmehr lassen die Entwickler lieber Bilder sprechen. Bei der Story klappt das auch noch recht gut, beim Gameplay braucht man dann doch etwas länger, bis man alles verstanden hat. Hier helfen euch lediglich vereinzelte Piktogramme, die auf bestimmte Mechaniken hinweisen.

Tiere unter sich
Fe ist anders als andere Spiele. Das zeigt sich insbesondere beim Gameplay, bzw. bei der Art, wie ihr mit anderen Waldbewohnern interagiert. Ihr könnt diese nämlich mit einer Art Gesang dazu bringen, euch behilflich zu sein. Das ist jedoch nicht ganz einfach, denn zunächst könnt ihr euch nur mit dem „Kleinvieh“ verständigen. Um beispielsweise auch die Sprache der Vögel verstehen zu können, müsst ihr einem Riesenvogel zunächst einen Gefallen tun. Doch das ist gar nicht so leicht, denn teilweise werdet ihr eine Weile brauchen um zu verstehen, was ihr tun müsst um weiterzukommen. Da wären ein paar Hilfen sicherlich doch ganz praktisch. Dafür entschädigt aber die wirklich niedliche Art und Weise, wie die Tiere untereinander kommunizieren.

Kunst zum Spielen
Fe bietet eine gelungene Mischung aus Stealth-, Jump ´n´Run- und Puzzle-Elementen. Und hat man erst einmal verstanden, wie die Steuerung funktioniert und was der Titel von einem genau möchte, kann er mit einer tollen Spielidee und wirklich schönen Gameplayideen aufwarten. Und mehr als das, Fe versteht sich ein stückweit als Kunst. Und betrachtet man die traumhafte und fantasiereiche Inszenierung, möchte man dem Spiel diesen Status auch nicht absprechen. Allzu sehr sollte man sich in das Spiel dann aber doch nicht verlieben, denn nach gut fünf Stunden ist es dann nämlich auch schon wieder vorbei. Zu Gute halten muss man Fe allerdings dafür, dass es mit einem Kaufpreis von rund 20 € auch durchaus erschwinglich ist. Da kann man über die recht kurze Spielzeit schon eher hinwegsehen.

Fazit
EA ist mit Fe ist ein ganz besonders Spiel gelungen. Der Titel lässt euch in eine fantasievolle Spielwelt eintauchen und bietet wirklich neue, spannende Gameplayansätze. Und natürlich ist es auch einfach niedlich zu sehen, wie die Tiere untereinander kommunizieren und gemeinsam versuchen, die bösen Widersachen von ihrem Wald fernzuhalten. So schön es auch alles ist, etwas mehr Einführung und Hilfe während des Spiels hätte ich mir hier und da doch gewünscht. Und natürlich auch, dass die Spielzeit etwas länger ausgefallen wäre. Doch sei es drum, wer Interesse an etwas anderen Games mit abwechslungsreichen Mechaniken hat, der sollte sich Fe einmal genauer ansehen. Und bei einem Kaufpreis von nicht einmal 20 € kann man ohnehin nicht viel falsch machen.

Fe (Xbox One)