Monster_Hunter_aufmacher

Die Monster Hunter-Reihe feierte bislang große Erfolge im Handheld-Bereich. Nun feiert die Serie mit japanischen Wurzeln ihr Debüt auf der Xbox One und die Spielergemeinde setzt große Hoffnung in den Titel. Doch wie schlägt sich dieser auf der Konsole? Wir verraten es euch in unserem Test.

Monsterklopperei
In Monster Hunter: World schlüpft ihr in die Rolle eines Jägers, der sich auf die Reise in eine etwas andere Welt gemacht hat. Denn auf Menschen werdet ihr dort nicht treffen, dafür aber auf jede Menge Monster unterschiedlichster Art und Weise. Diese werden von einer Forschungseinrichtung untersucht und ihr sollt genau dabei helfen. Das geschieht wiederum durch das Absolvieren verschiedener Quests. Soweit die Story, die letztlich nur einen groben Rahmen für eine wilde Monsterklopperei darstellt.

Denn genau darum geht es im Kern in Monster Hunter: World, gepaart mit der ständigen Suche nach besserer Ausrüstung. Diese braucht ihr wiederum um immer gefährlichere Widersacher effektiver plattmachen zu können. Also heißt es für euch Monster ausschalten, Ressourcen sammeln und sich die nächstbessere Rüstung oder Waffen zusammenstellen.

Equipment ist entscheidend
Eure Ausrüstung ist besonders wichtig, denn den eigenen Charakter weiterzuentwickeln oder Angriffs- oder Magiepunkte zu sammeln – so etwas gibt es bei Monster Hunter nicht. Somit hängt wirklich alles von dem richtigen Equipment ab. Und das bedeutet auch, dass ihr nach einem recht schnellen Spieleinstieg im weiteren Verlauf wirklich etliche Stunden investieren müsst, um eure Ausrüstung zu verbessern. Und das kann mitunter doch etwas eintönig sein – zumindest sollte man sich dieser Sache bewusst sein.

Kommen wir zum wichtigsten Part des Spiels – dem eigentlichen Kampf. Denn dieser besteht zum Glück nicht nur aus wildem Herumdrücken auf den Buttons, sondern ihr müsst vielmehr auch tatsächlich einen „Forschungsauftrag“ verfolgen. Schließlich haben alle Monster unterschiedliche Schwachpunkte, und diese müssen erst einmal gefunden werden. So muss man mitunter ganz genau hinschauen – und das ist in der Tat nicht immer einfach. Also durchaus eine Herausforderung, die euch hier und da schon einmal an den Rand des Wahnsinns bringen wird. Doch ihr solltet nicht nur die Schwachstellen der Gegner im Auge behalten, sondern auch eure eigene Ausdauer. Denn auch diese ist begrenzt und sollte gut eingeteilt werden. Also lieber einmal eine Rast einlegen, Messer schärfen und dann wieder gestärkt auf Monsterjagd gehen.

Beim Gameplay macht Monster Hunter: World eine ganze Menge richtig, lebt aber wie erwähnt auch von zahlreichen Wiederholungen und Trial & Error Passagen.

Stimmige Präsentation
Kommen wir zur Aufmachung von Monster Hunter: World. Die kann sich nämlich wirklich sehen lassen. Besonders positiv erwähnen muss man hierbei die unzähligen Monster, die allesamt mit unglaublich viel Liebe zum Detail gestaltet wurden. Und nicht nur das, Capcom hat eine unfassbar atmosphärische und stimmige Spielwelt geschaffen. Dazu gesellt sich auch die wirklich überzeugende Soundkulisse, besonders die Laute der Monster können hierbei überzeugen. Und auch der Rest wirkt sehr durchdacht und in sich stimmig. So werdet ihr z.B. in der Regel keine kleinen Monster an Orten finden, wo große Fleischfresser diesen gefährlich werden könnten.

Wer übrigens nicht alleine auf Monsterjagd gehen möchte, kann dies dank einem Multiplayermodus auch gemeinsam. Ihr spielt somit nicht gegeneinander, sondern helft einander. Und das entweder mit Freunden kooperativ oder auch mit fremden Spielern aus aller Welt. Notwendig ist das natürlich nicht, ihr könnt euch auch alleine auf die Jagd begeben. Dann allerdings verpasst ihr wiederum eine spannende, zusätzliche strategische Komponente. Denn gerade wenn gerade im Team, wenn jeder seine persönlichen Stärken einbringt, macht die Jagd in Monster Hunter: World noch mehr Spaß.

Monster Hunter: World war bislang vor allem in Japan ein großer Hit – und das auf den Handhelds. Capcom ist es jedoch ein eindrucksvolles Debüt der Spielereihe auf der Xbox One gelungen und hat dabei zudem eine gelungene Brücke zwischen Europa und Fernost geschlagen. Der Titel sieht ansprechend aus, spielt sich gut und hört sich schön an. Allerdings muss man auch sagen, dass man bei Monster Hunter: World in jedem Fall eine ordentliche Portion Geduld mitbringen muss. Ihr müsst also wirklich bereit sein, viele Spielstunden zu investieren und auch oftmals wiederholende Kämpfe zu überstehen. Wer das  jedoch kann und möchte, bekommt in jedem Fall einen äußerst spannenden Titel geboten.

Monster Hunter: World (Xbox One)